Frühsport, 5 Vorteile und 3 Nachteile

Wer kennt es nicht? Der Wecker läutet und man würde ihn am liebsten aus dem Fenster werfen und einfach im kuscheligen Bett liegen bleiben. Und wenn man sich dann mal aufgerafft hat, braucht man meistens länger, um richtig in die Gänge zu kommen und wach zu werden.

Frau schaltet mit geschlossenen Augen den Wecker ab
© Depositphotos.com/tomwang

Gehören Sie vielleicht auch zu jenen, die

  • eine Stunde nach dem Aufstehen immer noch nicht ansprechbar sind?
  • fast den ganzen Tag energie-und antriebslos sind?
  • und den Wunsch haben, aktiver und gesünder zu leben?

Dann sollten Sie ernsthaft Frühsport in Erwägung ziehen! 🙂

Sie werden sich jetzt sicher fragen, warum Sie zu ihrem Leidwesen den Morgen auch noch mit Sport beginnen sollen. Die Gründe hierzu liefern wir Ihnen gern.

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Die Vor- und Nachteile von Morgensport

Glückliches Paar schlägt ein nach Sport
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Wer schon einmal in seinem Leben Morgensport betrieben hat, kennt das unbeschreiblich schöne Gefühl das man hat, wenn es vollbracht ist. So hart die Überwindung auch sein mag, so wunderbar fühlt man sich nach der Sporteinheit.

Der Sport am frühen Morgen eignet sich ideal für Menschen, die beginnen wollen, sich sportlich zu betätigen, denn hier schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.

Früh aufstehen ist hart. Sich zum Sport zu motivieren anfangs auch. Verbindet man also beides miteinander, muss man sich nur noch 1 Mal am Tag überwinden 🙂

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Frühsport: die Vorteile

  • Aktiv in den Tag starten
    Wer morgens schon aktiv ist, ist es auch meist den ganzen Tag über.
  • Zeitersparnis
    Sport nach dem Aufstehen erspart Ihnen eine Menge Zeit. Sie müssen sich zum Beispiel nur 1 Mal am Tag duschen und fertig machen.
  • Routine
    In der Früh bereits aktiv zu sein, erleichtert es Anfängern, Sport auch wirklich zur Gewohnheit zu machen. Am Morgen hat man keine Ausreden, die Trainingseinheit sausen zu lassen.
  • Natürlich gedopt 🙂
    Während man Sport betreibt, werden Endorphine (Glückshormone) in unserem Körper freigesetzt. Sportelt man also gleich in der Früh, hat man diese Glückshormone über den ganzen Tag zur Verfügung und somit viel bessere Laune.
  • Erleichtert eine Ernährungsumstellung
    Wollen Sie Ihre Ernährung umstellen, wird sportliche Betätigung am frühen Morgen Ihnen das erleichtern. Sport zum Tagesstart wirkt appetitregulierend und Sie greifen automatisch lieber zu gesünderen Sachen.

Frühsport: die Nachteile

Frau hält sich schmerzendes Knie
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  • Verletzungsgefahr
    Nach dem Aufstehen sind die Muskeln meist noch steif und der Körper braucht Zeit, um sich aufzuwärmen und in Gang zu kommen. Dadurch ist man anfälliger für Verletzungen.
  • Weniger Energie
    Morgens hat man am wenigsten Energie und das Herz-Kreislauf-System läuft noch auf Sparflamme.
  • Muskelabbau
    Da die Glykogenspeicher morgens leer sind, macht sich der Körper beim Frühsport weniger an die Fettreserven, als an die Aminosäuren, um daraus Energie zu beziehen. Dies kann zu Muskelabbau und zur Schwächung des Immunsystems führen.

    Es stimmt zwar, dass man schneller an Gewicht verliert, wenn man auf nüchternen Magen trainiert, man verliert jedoch auf diesem Wege mehr Muskel als Fett.

    Versorgen Sie vor dem Training Ihren Körper mit Energie, werden Sie mit dem Endergebnis zufriedener sein. Sie verlieren nicht nur an Körperfett, sondern sind Ihrem Ziel eines festen und straffen Körpers ein kleines Stück näher gekommen 🙂

Die Nachteile ausmerzen

Sie müssen nun aber nicht dem Frühsport abschwören, denn diesen Nachteilen kann man mit ein paar Tricks gut entgegenwirken. Hier verraten wir Ihnen wie, also keine Ausreden 😉

So verhindern Sie den Muskelabbau

Um Muskelabbau zu verhindern, sollten Sie vor dem Training auf alle Fälle frühstücken. Hierbei ist das Mittelmaß von Bedeutung.
Frühstücken Sie nämlich zu ausgiebig, müssen Sie mindestens eineinhalb Stunden warten, bis Sie trainieren können.
Die gute Mitte ist, vor dem Training eine Kleinigkeit zu essen, die Zucker enthält, damit Sie Energie fürs Training haben. Hier bieten sich eine halbe Banane oder ein Glas Apfelsaft an.

So verringern Sie die Verletzungsgefahr

Der Verletzungsanfälligkeit am frühen Morgen können Sie entgegenwirken, indem Sie sich vor dem Sport – vor allem wenn es Kraftsport sein sollte – gut aufwärmen. Eine Aufwärmphase von 15 Minuten ist zu empfehlen.

Morgenmuffel?

Sind Sie jedoch ein absoluter Morgenmuffel, den der Gedanke an Sport am Morgen die ganze Nacht wach hält, sollten Sie sich nicht dazu zwingen.
Probieren Sie es jedoch zumindest ein paar Mal aus. Können Sie sich jedoch nach einiger Zeit überhaupt nicht damit anfreunden, machen Sie sich keine Sorgen, denn andere Tageszeiten haben genausoviele Vorteile was den Sport betrifft 🙂

Nachmittags und Abends sind zum Beispiel die Kraftentfaltung und Ausdauerleistung am größten, was daran liegen mag, dass zu diesem Zeitpunkt die Muskeltemperatur am höchsten ist. Somit können Sie zu dieser Tageszeit noch effektiver trainieren. Außerden können Sie die Aufwärmphase zeitlich abkürzen.

Zu späteren Tageszeiten lässt sich der Alltagsstress ideal mit Sport abbauen und Sie können so richtig abschalten. Kommen Sie also abends also mit dem Sport besser zurecht, dann nur zu.
Die Hauptsache ist, Sie sind aktiv, egal zu welcher Tageszeit!

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Lust auf Morgensport? Die besten Sportarten für Frühaufsteher

Welchen Sport soll ich denn nun am besten morgens betreiben und in welcher Länge?

Selbstverständlich haben wir auch dafür die passenden Tipps.

Da Körper und Kopf morgens nach dem Aufstehen noch nicht ganz wach sind, eignen sich am besten lockere Trainingseinheiten mit geringem koordinativem Aufwand, wie etwa schnelles Gehen, Schwimmen, Joggen oder Gymnastik.
Aber auch Krafttraining müssen Sie nicht unbedingt ausschließen, vorausgesetzt, Sie nehmen sich die Zeit sich aufzuwärmen und Ihren Körper mit der richtigen Nahrung zu versorgen.

Das Training in der Früh sollte jedoch nicht länger als eine Stunde dauern, wenn Sie nur eine Kleinigkeit zu sich genommen haben. Denn nach einer Stunde sind die Glykogenspeicher wieder geleert und so werden erneut die Muskeln “angegriffen”.

Unser Geheimtipp: Tabata!

Bevorzugen Sie ein wirklich schnell zu absolvierendes Workout? Versuschen Sie’s mit Tabata!

junge Frau beim Seilspringen
© Depositphotos.com/mimagephotos

Tabata ist ein hochintensives Training, welches jedoch nur 4 Minuten dauert! Ja Sie haben richtig gelesen, und nein, wir haben uns nicht verschrieben 😉

So funktionierts: 20 Sekunden maximale Körperbelastung, gefolgt von 10 Sekunden Pause. Das Ganze wird 8 Mal wiederholt.
Das mag zwar einfach klingen, da es nur 4 Minuten dauert, diese 4 Minuten haben es jedoch in sich.

Wer in dieser Zeit nicht 100% an sein Limit geht, erzielt nicht den gewünschten Nachbrenneffekt. Hierbei verbrennt Ihr Körper nämlich, wie beim HIIT Training, noch 24 Stunden nach der Trainingseinheit Fett.

Tabataübungen sind zum Beispiel Kniebeuge, Burpees, Liegestütze , Sprints, Mountain Climber und Seilspringen. Am besten klappt das Seilspringen mit einem Speed Rope. Dieses ist in verschiedenen Ausführungen auf Amazon erhältlich *

So klappt es mit dem Frühsport: unsere besten Tipps

Hintergrundwissen schön und gut, aber wie soll ich mich denn nun motivieren?

Auch mit diesem Problem lassen wir Sie nicht alleine! Hier ein paar Tipps aus der Trickkiste:

1. Stellen Sie den Wecker weit weg von Ihrem Bett
Sie sind gezwungen aufzustehen, um den nervigen Wecker auszuschalten. Sind Sie erst einmal aufgestanden ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Sie sich wieder hinlegen.

2. Zusammen zum Sport
Treffen Sie sich mit einer Freundin zum Morgensport. So verpflichten Sie sich, auch wirklich hinzugehen UND zu zweit macht’s gleich noch mehr Spaß.

3. Betreiben Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht
Dann wird das Aufstehen (fast) zum Kinderspiel 🙂

4. Machen Sie es sich einfach
Legen Sie sich schon am Vortag Ihre Sportsachen * zurecht. Dann müssen Sie morgens nicht mehr so viel überlegen. Rein in die Sportklamotten und schon kann’s losgehen.

5. Sorgen Sie für Unterhaltung
Hören Sie Ihre Lieblingsmusik oder schauen Sie sich beim Training eine DVD an.

6. Hängen Sie sich ein Foto mit Ihrem Zielkörper neben Ihr Bett
So haben Sie einen Grund mehr, aus den Federn zu schlüpfen.

Nun sind Sie mit jeder Menge Wissen und Tricks rund um den Morgensport ausgerüstet. Sie kennen sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile und wissen, wie Sie diesen entgegenwirken können. Es gibt nun nichts mehr, was Sie davon abhalten kann, aktiv in den Tag zu starten, also gibt es auch keine Ausreden 🙂

Geben Sie sich einen Ruck und starten Sie gleich morgen in Ihr neues aktiveres Leben und berichten Sie uns doch von Ihren Erlebnissen.